Category Archives: Filme

Schützenswertes Paradies

Habe mir heute den Film Virunga angesehen und war zutiefst berührt. Der Dokumentarfilm entführt in den Virunga Nationalpark (UNSECO-Weltkulturerbe), der den letzten, frei lebenden Berggorillas der Welt sowie viele andere, schützenswerte Tier- und Pflanzenarten eine letzte Rückzugsmöglichkeit bietet. Im östlichen Kongo an der Grenze zu Uganda gelegen, hatte der Park bereits in der Vergangenheit mit Wilderern und Milizen zu Kämpfen. Als im Mai 2012 eine neue Rebellengruppe mit dem Namen M23 den Krieg erklärt, spitzt sich die Lage zu. Zudem lockt die Aussicht auf Erdöl eine Förderfirma, die im Verdacht auf illegale Vorgehensweisen in das Schutzgebiet. Der Film folgt einer Gruppe von Parkwächtern, die sich mit bewundernswertem Einsatz und mit ihrem Leben tagtäglich für den Park einsetzen sowie einer jungen, unglaublich mutigen Reporterin. Unbedingt anschauen und spenden!

http://virungamovie.com

http://virunga.org

Hereafter

Ich weiss nicht wie es dir geht, aber beim Namen Clint Eastwood sehe ich zuerst einmal den alten Haudegen aus dem Wilden Westen vor mir. So zu sagen der Inbegriff des Bad Boys, als Pferde und Revolver noch zum Alltag gehörten. Und dabei habe ich von diesen Filmen keinen einzigen gesehen :)

Um so überraschter war ich in letzter Zeit, seinen Namen immer wieder als Produzent, Regisseur und sogar Komponist für den Soundtrack bei verschiedenen Filmen zu sehen, die so überhaupt nicht mit dem grimmig blickenden Mann zusammen zu passen scheinen. Filme die tief berühren und mir das Herz geöffnet haben.

Dazu gehört zum Beispiel auch Million Dollar Baby. Nicht gerade leichte Kost, aber ein besonderes Juwel in meiner Sammlung. Den Film, den ich heute hier aber vorstellen möchte, ist Hereafter – Das Leben danach. Der Film erzählt die Geschichte von drei Menschen aus drei verschiendenen Ländern. Marie Lelay ist eine französische Journalistin, die am eigenen Leib den Schrecken des Tsunamis in Thailand erfährt und dabei eine aussergewöhnliche Erfahrung macht, die ihr Leben verändern wird. Der englische Junge Marcus verliert seinen lebensfrohen Zwillingsbruder bei einem Autounfall. Zudem leidet seiner Mutter an einer Alkoholabhängigkeit, was bald schon das Jugendamt auf den Plan ruft. George lebt in Amerika und besitzt eine seltene Gabe: Er kann Kontakt zu Verstorbenen aufnehmen und sich als Medium zur Verfügung stellen. Doch in einer Welt, in der der Tod wohl eines der grössten Tabuthemas überhaupt ist, erfährt George diese Fähigkeit als ein Fluch, die ihn mehr und mehr von allem zu Trennen scheint. Eine Erfahrung die auch schon Marie bald machen wird. Immer dichter werden sich die Lebensgeschichten dieser drei Menschen im Laufe des Films miteinander verweben, bis sie sich schlussendlich“zufällig“ alle in London einfinden werden, um mehr über sich selber aber auch über das Leben und den Tod zu erfahren.

World Trade Center

Und schon wieder ein Film. Habe mir gestern World Trade Center mit Nicolas Cage angesehen. Der Film hat mich wirklich sehr positiv überrascht, weil er das Ereignis aus einer ganz besonderen Perspektive zeigt. Für mich ist es immer wieder faszinierend, wie Menschen in solchen extremen Situationen reagieren. Vielleicht gerade deswegen, weil es unabsehbar ist, wie sich ein Mensch verhalten wird. Bei Gelegenheit unbedingt mal ansehen!

An diesem Tag sah die Welt das Grauen.
Zwei Männer sahen etwas anderes.

Cloud Atlas

Ein amerikanischer Anwalt, der dem Tode nahe zur Mitte des 19. Jahrhunderst durch den Pazifik segelt. Ein junger Komponist, der im ersten drittel des letzten Jahrhunderts nach Belgien flieht. Eine Journalistin, die die dunklen Machenschaften einer Energiegesellschaft in Amerika  in den 70er Jahren auf den Grund zu gehen versucht. Ein Buchverleger der sich plötzlich in einem Seriorenheim eingesperrt findet. Somni-451, eine Klonin die erkennt, dass die Welt grösser ist als nur das Restaurant in dem sie aufgewachsen ist und Zachary, der in ferner Zukunft für sein Überleben kämpft. – Der Wolkenatlas ist ein sonderbares Buch. Sechs scheinbar völlig eigenständige Geschichten, welche sogar einen eigenen Erzählstil und eine eigene Grammatik besitzen. Und trotz der grossen Zeiträume und Unterschiede scheint alles miteinander verbunden zu sein.

Auf das Buch von David Mitchell aufmerksam gemacht hat mich ein Beitrag über den nächsten Film der Wachowski-Geschwister. Seit die beiden mit ihrem Film Matrix (damals noch Wachowski-Brüder) mein Leben damals ganz schön auf den Kopf gestellt haben, verfolge ich begeistert jedes neue ihrer Projekte. Über die Qualität der zwei Fortsetzungen Matrix Reloaded und Matrix Revolutions kann man sich sicherlich streiten und auch Speed Racer scheint auf den ersten Blick eher bunter Trash zu sein. Und doch haben alle diese Filme mich auf eine ganz spezielle Art berührt. V wie Vendetta war und ist  für mich aber erneut ein wahres Meisterwerk. Keine Frage, dass ich mich da jetzt schon riesig auf die Filmische Umsetzung von Wolkenatlas freue!

Leider muss ich zugeben, dass ich die grösseren Zusammenhänge des Buches nur erahnen kann. Sei es, weil es meine sonstige Literatur übersteigt, oder weil ich wegen meiner kurzen Lesephasen einfach zu wenig aufmerksam war. Die einzelnen Geschichten sind zwar sehr spannend und individuell. Aber die Fäden zwischen den einzelnen Lebenswegen sind doch eher etwas vernebelt und doch nicht ganz unsichtbar. Namen, Objekte und Orte kommen immer wieder vor und dann gibt es da noch dieses seltsame Muttermal, das in jeder Zeit wieder auftaucht. – So oder so: Der Trailer hat mich von Anfang an gefesselt!

Dschungelkind

Vor einigen Tagen bin ich per Zufall auf das Hörspiel vom Buch Dschungelkind vom gleichnamigen Roman von Sabine Kuegler gestossen – Was für eine Geschichte! Schon lange hat mich keine Erzählung mehr so in ihren Bann gezogen. Nicht zuletzt, weil Sabines Erzählungen wahrhaftig passiert sind.

Das Buch erzählt die Geschichte der jungen Sabine Kuegler, die in jungen Jahren mit Ihren Eltern in den Dschungel von West Papua zieht, wo ihr Vater den Kontakt zu einem bis dahin noch unbekannten Menschenvolk aufbauen will. Vier Stämme, die weit ab jeglicher Zivilisation ein Leben in Einklang mit der Natur leben. Doch der Schein trügt. Denn die Menschen sind im Laufe ihrer Entwicklung Sklaven ihres eigenen Glaubens über das Leben und den Tod geworden. Nach ihrem Glauben stirbt ein Mensch nur durch die Hand eines anderen oder durch einen Fluch. Die Vorstellung eines natürlichen Todes gibt es für sie nicht. Blutfeden, Hass und Krieg beherrscht so das alltägliche Leben dieser Menschen. Das Buch zeigt auf eine grausame aber ehrliche Art, dass das Paradies nichts mit den äusseren, sondern den inneren Zuständen der Menschen zu tun hat. Es hat mir wieder gezeigt, dass es viel wichtiger ist, woran man glaubt, denn wo man sich im Leben befindet. Mit dem Eintreffen der Weissen bietet sich den Menschen im Urwald plötzlich eine Chance aus diesem Teufelskreis, der ihre Population auf wenige hundert Menschen reduziert hat endlich zu entrinnen. Doch die Erfahrung aus Sabines Kindheit werden sie im Alter ebenfalls noch auf die Probe stellen…

2011 erschien unter dem gleichen Titel wie das Buch auch ein Kinofilm.

Finding Joe

Leider habe ich den Film zur folgenden Vorschau selber noch nicht gesehen. Aber die Tatsache, dass ich auch jetzt noch bei jedem Ansehen des Trailers Gänsehaut bekomme spricht dafür, dass ich das bei nächste Gelegenheit tun sollte.